16.07. - 29.07.2026
Teamerinnen: Sabine Koch & Ute van der Hoeck -Trainerinnen C/Bergsteigen
Teilnehmende: Lutz Tetzel, Karl Reiter, Armin Deuster, Klaus Hilger, Regine Scheib, Stefan Mecking, Martin Auen
Mitte Juli traf sich nach Anreise aus verschiedenen Himmelsrichtungen ein buntes Multikultitrüppchen am Karer See, unterhalb der Rotwnd. Die Teilnehmenden kamen aus der Schneeeifel, der Südeifel, der Zülpicher Börde, dem Siebengebirge, dem Südschwarzwald, aus Heidelberg sowie aus Konstanz. “Leichte“ regionalbedingte Verständigungsprobleme konnten jedoch bereits beim ersten gemeinsamen Abendessen weitgehend ausgeräumt werden. Spezielle dialektbedingte Begrifflich-keiten, insbesondere Gefühlsäußerungen zum aktuellen Befinden, haben unseren Wortschatz dann aber über die ganze Tour durchaus bereichert.
Als erste Übernachtung hatten unsere Guides das etwas in die Jahre gekommene aber zentral gelegene Hotel Castel Latemar ausgesucht. Die Unterkunft lag fuss-läufig zum Sessellift Paolina und die Autos konnten sogar gegen ein kleines Entgelt auf dem hotelleigenen Parkplatz für mehrere Tage stehen gelassen werden. Der offizielle Parkplatz an der Talstation des Liftes wäre uns deutlich teurer zu stehen gekommen.
Leider waren die Wetteraussichten angesichts der nach wochenlanger Trockenheit eingeflossenen feuchtlabilen Luft nicht wirklich rosig. Kurz vor dem Morgengrauen setzte schließlich der angekündigte Regen ein, der sich aber bis nach dem Frühstück wieder verzog. Bei letzten Regentropfen konnten wir insofern den Sessellift zum Rifugio Paolina besteigen und von dort über teils noch rutschige schmale Wege zur Rotwandhütte laufen. Nach dortiger kurzer Verschnauf- und Biopause gings dann bei immer besseren Wetterverhältnissen über den landschaftlich reizvollen aber teils ausgesetzten Masareklettersteig zurück zur Rotwandhütte. Der Weiterweg zur leider recht vollen Vajoletthütte erwies sich dann zum Schluss noch mühsam und der Tag als recht lang.
Für den nächsten Tag hatten wir uns den Kesselkogel sowie den Laurenzi Kletter-steig vorgenommen. Den höchsten und recht luftigen Gipfel des Kesselkogels erreichten wir bei noch guter Sicht aber bereits in der Ferne herannahenden Schauerstaffeln. Insofern wurde die Gipfelrast kurz gehalten und auf den zweiten Klettersteig des Tages verzichtet. An der Grasleitenpasshütte wurde es schließlich erwartungsgemäß nass und eine kurze Rast tat allen gut. Über das obere Grasleiten-tal gings dann aber trocken weiter zur rappelvollen Tierser Alpi Hütte. Dort musste teils auf den in den Gängen ausgelegten Matratzen genächtigt werden. Dafür war das Essen sehr gut und das Frühstücksbuffet phänomenal.
Weil der Verzicht auf den Laurenzi Klettersteig uns doch etwas wurmte, wurde auf den ursprünglich geplanten Maximiliansteig einvernehmlich verzichtet und die Überschreitung des sehr luftigen aber gut abgesicherten Molignonkams nun in umgekehrter Richtung angegangen. Bei der Gipfelrast mahnten erneut aufziehende teis gewittrige Schauer erneut zum raschen Abstieg. Der einsetzende später stark schauerartige Regen erwischte uns schließlich erst im Gehgelände. Die insbesondere im Abstieg zu bewältigenden D-Stellen hätten uns bei Nässe gewiss Probleme bereiten können.
Leicht bis mittel angefeuchtet ging es abermals zurück zu Grasleitenpasshütte, wo eine Paus bei warmen Getränken und Suppe willkommen war. Gut gestärkt konnten wir sodann den noch langen Weg nebst steilem Schlussanstieg zur Gartlhütte angehen.
Der letzte Tag begann zunächst etwas neblig war aber schließlich wettertechnisch stabil und der Abstieg über den nicht unanspruchsvollen und äußerst frequentierten Santnerpass Klettersteig gut machbar.
Nach Erreichen des Rifugio Paolina nahmen wir schließlich den Sessellift zurück zum Karer See. Bei unseren beiden Teamerinnen, Sabine und Ute, möchten wir uns an dieser Stelle nochmals für die gute, stets sichere und kompetente Führung und deren immense Vorbereitungsarbeit ganz herzlich bedanken.