Drei Tage im Éislek.
Drei Tage Hitze, Schiefer, Höhenmeter.
Drei Tage, die allen etwas abverlangt haben – und am Ende dieses Gefühl hinterließen:
Wir haben das gemeinsam geschafft.
Der Weg begann ruhig hinter Ettelbrück, dann wurde er schnell ernst. Die Sonne stand hoch, die Luft warm, die Hänge weit. Ab Michelau zog sich der Anstieg zum Gringlee lange und steil nach oben.
Kurz vor dem Kamm, steht eine alte Eiche und spendet Schatten. Nie war er willkommener. Einige wenige ergattertern einen Platz auf der Bank. Alle anderern warfen sich auf den Boden, streckten die Beine aus und genossen diesen Schattenmoment. Danach öffnete sich der Blick weit über das Tal, und der Abstieg nach Bourscheid‑Millen lief ruhig aus.
Der Morgen begann mit Schloss Bourscheid über uns – breit, massiv, ein klarer Auftakt. Kurz danach wurde der Weg schmaler und kantiger. Die Felsnadeln standen wie dunkle Schieferklingen im Hang, und der Pfad zog sich eng daran vorbei. Herrliche Trails begleiteten uns auf diesem Weg immer wieder Berg auf und Berg ab.Bald begann ein Aufstieg, den wir so schnell nicht vergessen. Ein Trail, direkt am Hang, die Sonne voll drauf, der Schiefer heiß. Meter für Meter stiegen wir auf durch herrliche Natur und Buschwerk auf schmalen Pfad.
Ein Anstieg, der Kraft zog und schon wie ein Vorbote auf das Finale wirkte:
Der Molberlee
Das war der Abschnitt, über den alle noch lange sprechen werden. Der Molberlee lag heiß im Licht, der Grat schmal, der Hang steil, der Schiefer trocken und rau, etwas ausgesetzt. Rechts und Links nichts als Natur und Weite. Der Weg zog sich wie eine Linie über den Felsen, und jeder Schritt fühlte sich besonders an.Alle haben gekämpft. Alle haben durchgezogen. Chapeau!
Start in Hoscheid, hinein in den Klangweg – erst bergab, dann bergauf, ruhig und weich, wir ließen es langsam angehen. Immer wieder hatten wir tolle weiche Pfade durch schattigen Wald, in dem sich das Sonnenlicht fing und immer wieder Blicke auf unsere Strecke der veganenen Tage bot. Hinter Schlindermanderscheid begann der technische Abstieg ins Tal der Schlënner: Schieferne Platten, präzise Schritte, blühender Ginster, weite Blicke ins Tal.Dann der lange Anstieg zum Bomm – warm, stetig, lang. Oben dann wieder diese Weite, dieser nicht endende Blick in alle Richtungen. Und auf unser Ziel: Kautenbach!
Geschlafen wurde in den Holzpods direkt an der Sauer – schlicht, ruhig, genau richtig nach diesen Tagen. Abendessen und Frühstück taten gut, ohne viel Worte, einfach so, wie man es nach langen Etappen braucht.
Die Füße kamen jedes Mal nach der Rückkehr in die Sauer – kalt, klar, perfekt nach langen Tagen.
Später am Abend:
Am Ufer wurde Rommé gespielt, ...und die anderen "legten sich hin auf die Bank und pflegten sich".
Eine Teilnehmerin sagte: „Ich bin glücklich.“Ein Satz, über den ich mich besonders gefreut habe. Haben diese wenigen Worte doch eine so schöne Bedeutung und rücken die letzten drei Tage ich ein besonderes Licht.
Nun gab es für die Teilnehmenden noch die eigens gestaltete DAV‑Leetrail-Finisher‑Plakette – ein Magnet, extra für diesen Tag entworfen, über den sich alle riesig gefreut haben.
Ein großer Dank an die Gruppe, die mit Kraft, Humor und Ausdauer durch Hitze, Schiefer und Höhenmeter gegangen ist. Ihr seid krass!
Markus fasste alles zusammen:
„Schiefer gut, alles gut.“