Dieses Jahr ging es für die Jugendgruppe zum ersten Mal über Pfingsten ins Sauerland. Mit dem neuen, bis zum Anschlag gefüllten DAV-Bus fuhren wir am Samstag von der Eifel zum Biggesee, um unser Lager direkt am Strand vom Campingplatz Kessenhammer aufzuschlagen.
Das Wetter war fantastisch und voller Tatendrang machten wir uns auf den Weg zum ersten Klettergebiet, dem ehemaligen Steinbruch Scharpenbeul. Unter fachkundiger Führung von Gianluca und Finn erreichten wir nach rund 20 Minuten Fußmarsch vom Parkplatz aus die Felswände mitten im Wald. Dort waren wir auch vor der für die Jahreszeit außergewöhnlich starken Nachmittagssonne gut geschützt.
Der anfängerfreundliche Sandsteinfels bietet jede Menge kleine Vorsprünge und Risse, sodass die ersten Routen im linken Wandteil erfolgreich gemeistert werden konnten. Elias trotzte derweil tollkühn der Hitze am Felskopf, während er die Kletterinnen und Kletterer über die Abseilpiste wieder nach unten schickte. Abends lockte eine erfrischende Abkühlung im See, bevor fleißig Wraps zum Abendessen belegt und bis tief in die Nacht Werwölfe gesucht wurden.
Nachdem wir in Scharpenbeul mit dem Fels ein wenig warm geworden waren, ging es am Sonntag zum ganz schön warmen Fels der Kalksteinwände des unteren Elberskamp. An den hohen Wänden der Südwand kam dabei richtig alpines Feeling auf – sowohl angesichts der sportlichen Hakenabstände für die vorsteigenden Jugendleiter als auch der bis zu 30 Meter hohen Wände für unsere Teilnehmenden. Aber auch die bergsportliche Ausbildung sollte nicht zu kurz kommen und jede und jeder konnte sich nach Trockenübungen am Boden an den bestens abgesicherten Südplatten dem Vorstiegsklettern annähern.
Irgendwann wurde es dann in der prallen Sonne aber doch zu heiß und nach einer kleinen Erkundungstour in eine dunkle Höhle direkt am Wandfuß und Zwischenstopp an der Eisdiele ging es zurück and unseren Badestrand, wo wir mit dem Schlauchboot von Ufer zu Ufer fuhren (und schwammen, sobald das Boot gekentert wurde). Außerdem haben wir ein wenig Bergrettung geübt, indem wir am Seil einen Baum erklommen haben. Abends sind wir dann vollgestopft mit Asianudeln der Frisbee und uns gegenseitig beim Fangen spielen hinterhergejagt.
Um der brütenden Hitze des Vortags zu entgehen, ging es am Montag noch einmal nach Scharpenbeul in den schattigen Wald. Während im rechten Wandbereich die neu erlernten Vorstiegsskills in den Routen „Pippi Langstrumpf“ (3) und „Passt scho“ (4−) in die Tat umgesetzt wurden, kamen im mittleren Wandteil auch die Jugendleiter Nina, Julian, Elias und Tim in der „Telefonzelle“ (7−) und dem „Kühlschrank“ (6+) auf ihre Kosten.
Nachdem es sich Lisa, Ella und Pia schon etwas länger in den Hängematten gemütlich gemacht hatten, ging es schließlich mit einer nur leichten Verspätung von eineinhalb Stunden zurück in die Eifel.