Datum: 01. 11 2026
Autor: Jenny & Chatty
Auch dieses Jahr war die Jugendgruppe mal wieder eine Woche lang in den Alpen unterwegs. Dieses Mal war der Treffpunkt für eine kleine Hüttentour mit vielen Klettersteigen in Griesenau am Karwendel. Nachdem Elias, Mika, Peter, Samuel, Paul, Anne und Jenny auf unterschiedlichsten Wegen ihre Anreise gemeistert haben konnte es nun endlich hoch in die Berge gehen. Wegen leichter Verspätung der Autofahrer (zur Abwechslung war die Deutsche Bahn mal pünktlich!) mussten die fast 900m Aufstieg zum Stripsenjochhaus im Rekordtempo bewältigt werden. Angekommen an der Hütte wurden die Lager bezogen, lecker zu Abend gegessen und, weil die Motivation immer noch so hoch war, wurde zum Sonnenuntergang auch noch der Hausberg mit Mini-Klettersteig erklettert. Nach einem kurzen Wettrennen zum Gipfel waren dann auch endlich die Übermotivierten ausgepowert und mit einer Runder Skiwasser und Wizard war der erste Tag vorbei.
Nach dem Frühstück machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg den Karwendel einmal zu überqueren, und zwar zur Gruttenhütte übers Kopftörl. Leider hatte der Hitzesommer grade eine Pause eingelegt, aber von ein bisschen Regen und Nebel lassen wir uns natürlich nicht aufhalten. Nach einer kurzen Kakao-Pause zum Aufwärmen ging es dann auch nochmal raus auf den Jubiläums Klettersteig mit coolen Seilbrücken. Nach einem etwas komplizierten Abendessen Ablauf, inklusive fragwürdiger Gesangseinlagen vom Wirt und illegaler Suppe, wurden noch ein paar Runden Qwixx gespielt bevor der zweite Tag auch schon zu Ende ging.
Gut gestärkt vom Frühstücksbuffet machten wir uns an unseren längsten und anstrengendsten Tag. Über die Ellmauer Halt (unser höchster Gipfel diese Woche, 2342m) ging es über den Kaiserschützen Klettersteigsteig zum Anton Karg Haus. Spätestens jetzt war auch der Hitzesommer zurück und das erste Skiwasser an der Hütte wurde sehnsüchtig erwartet. Nach einer leckeren (aber zu keinen) Portion obligatorischer Bärlauchpasta wurden noch ein bisschen Boule gespielt, kalt geduscht und die Beine erholt, bevor es ins Bett ging.
Am nächsten Tag stand ein bisschen Abwechslung auf dem Programm, die Klettersteig Hüttentour war vorbei und die Kletterwoche konnte beginnen! Nach einem sehr großen Frühstück sind wir nach Kufstein abgestiegen wo die eine Hälfte mit der Bahn zu unserer Talhütte, dem Haus Hammer in Fischbachau, gefahren ist und die andere Hälfte die Autos eingesammelt und eingekauft hat. Nachmittags ging es dann noch mit unserer Gästekarte an den Schliersee zum Baden und abends wurden gemeinsam Käsespätzle gekocht, endlich sind jetzt auch die Portionen groß genug!
Am nächsten Morgen ging es wieder mal früh raus und hoch zum Spitzingsee und den Krettenburg Felsen. Es wurde fleißig geklettert und Peter, Mika und Samuel haben erfolgreich ihre ersten Erfahrungen im Vorstieg Klettern und Sichern gesammelt. Weil der Schatten unter den Bäumen auch ein bisschen verlockender war als die Mittagssonne auf den Felsen, haben wir auch noch den ganzen Ablauf einer Mehrseillängen Kletterei inklusive Abseilen durchgespielt. Danach musste die Theorie natürlich auch noch am Felsen getestet werden, auch wenn dem ein oder anderen noch etwas mulmig zumute war wenn man sich oben angekommen plötzlich aus dem Achter ausknoten soll. Zum ersten Mal für die Jugendgruppe wurden auch mobile Sicherungsmittel wie Friends und Keile gelegt, um die mittelmäßige Absicherung der Kletterrouten zu ergänzen. Als am Nachmittag der Schatten sich ganz von der Wand verzogen hatte und schon fast Verbrennungsgefahr an den heißen Felsen bestand wurde das Klettern für beendet erklärt und es ging zur Abkühlung in den eiskalten Spitzingsee. Abends wurde wieder an der Hütte gekocht und das gelernte nochmal wiederholt vor der großen Tour am nächsten Tag. Denn morgen steht für einige Teilnehmer die erste alpine Mehrseillängen Tour auf dem Programm!
Pünktlich zur ersten Bahn stehen wir bereit an der kleinsten und kuriosesten Gondel aller Zeiten. In Miniaturkabinen geht es hoch auf den Taubenstein und weiter bis zu den Ruchenköpfen. Schnell bemerken alle, dass die Routenfindung im alpinen Gelände nicht ganz so offensichtlich ist wie im Klettergarten. Aber bewaffnet mit Friends und Keilen geht es in die erste Seillänge. Und weil es so viel Spaß gemacht hat, geht’s direkt noch zwei weitere Seillängen hoch bis zum Gipfel wo schon leckere Gummibärchen zur Belohnung warten! Wegen den aufziehenden Gewitterwolken wurde sich dann schon wieder abgeseilt, aber Zeit für eine Spezi am Rotwandhaus bleibt uns noch vor dem Absteig zum Spitzingsee, genau rechtzeitig zurück geschafft bevor der große Regen kommt! Zum Abschluss wird noch leckere Pizza gebacken und am nächsten Morgen geht’s auch schon wieder mit der Bahn zurück nach Hause.
Wir hatten mal wieder eine tolle Woche in den Alpen und sind jetzt auch bestens vorbereitet für die nächsten größeren Alpinklettereien! Bis zum nächsten Mal!